territorial imbalance (2008)

Tanzperformance & Ausstellung

".. Fabian Chyle findet expressive, klare, manchmal verstörende Bilder, die dennoch ein Geheimnis wahren."
Stuttgarter Zeitung

territorial imbalance untersucht die Frage nach den Auswirkungen von Grenzverschiebungen auf den Raum und den Körper. Was passiert, wenn etwas die Ordnung des persönlichen Raumes in dem Maße gestört hat, dass nur noch automatische Verhaltensweisen möglich sind? Kann man so tun, als ob nichts gewesen wäre?

Drei Tänzerinnen agieren auf der Bühne in einer skulpturalen Landschaft. Das Ereignis jedoch hat wahrscheinlich schon stattgefunden. Der Staub hat sich gesenkt, der Lärm verflüchtigt und sie sind noch da als wie zuvor. Doch nur scheinbar hat es niemanden verändert. Etwas lebt fort, ein Echoraum in dem sich diese Körper bewegen. Die Tänzerinnen - als Figuren einer abstrakten Menschlichkeit - finden, nachdem sie dieser extremen Situation ausgesetzt waren, mit ihrem Körper individuelle Antworten darauf. So entstehen eigenwillige Bewegungen in einem posttraumatischen Raum, der sich gleichsam in immer neue Räume verwandelt.