Re-inventing Nijinsky (2009)

"Chyle ist zum Heulen lächerlich und pathetisch, ein wunderbarer Darsteller zwischen bubenhaft albern und todernst."
Ballet-Tanz Juni 2009

„Re-Inventing Nijinski“ ist eine Tanzperformance über den Mythos des "Schaffens von Kunst an sich" angelehnt an die Person Vaslav Nijinski. Leitmotiv in „Re-inventing“ Nijinsky ist die ununterbrochene Suche nach neuen Räumen, die Nijinskys Leben kennzeichnen und auch Grundlage jeden künstlerischen Schaffens sind. Räume für neue Gedanken, neue Formen und neue Inszenierungen. Diese Suche nach Neuem dokumentieren auch Nijinskys Gedichte und Tagebuch-aufzeichnungen, die er vor allem zu Beginn seiner Krankheit verfasste. Diese Texte sind Ausgangspunkte sowohl für die Inszenierung, die Choreographie und die Klanginstallation von Mark Lorenz Kysela. Die zentralen Themen seines Lebens seine Obsession und sein Wille zur Erneuerung, seine Abhängigkeit und Gespaltenheit werden in die Gegenwart übertragen und neu erfunden. Der Zuschauer erlebt eine Art Nijinsky Hybris – die durch Strenge und Bildhaftigkeit besticht und in der man sich trotzdem leicht selbst entdecken kann.