
Exit No7 (2003)
"Mit grotesk verdrehten, maschinenhaften Tanzbewegungen konterkarieren die Darsteller zur hohlen Form erstarrten Alltagskonventionen und führen mit kompromisslos heftigen Körpereinsatz ins Mikro gestammelte Textversatzstücke ad absurdum, die den Warencharakter der Sexualität, des Körpers selbst beschreiben - entlarvend komisch."
Stuttgarter Zeitung
In "Exit No7" treffen Elemente der multimedialen Kunst und der Performance in einem einwöchigen Festival aufeinander. Sieben Tage, sieben Premieren, sieben Anreicherungen zum Thema Zeit und Vergänglichkeit - die man sonst eher mit Verlust und Ende verbindet - eröffnen hier neue Perspektiven.
Aufführungsort ist ein ehemals als Verkaufsraum für Möbel genutzter Ort, in dem für eine Woche täglich neue Ausstellungen und neue Performances stattfinden. Ein Work in Progress, der das Vorhandene ergänzt, bereichert und trotzdem das Vergängliche thematisiert. Ein Prozess, der sich in der Handlung widerspiegelt: Es geht um die Auflösung von Bewegung, Wort und Bild - nicht als reine Dekonstruktion sondern als Konstruktion eines Perspektivwechsels. Der Bühnenraum wird zum Ausstellungsraum und so öffnet dieses Zusammenspiel von Installation und Performance auch herkömmliche Rezeptionsmuster.